Ich bin wohl schon ein ziemlicher Kaffee-Nerd: Ich wiege meinen Kaffee ab, stoppe die Zeit beim Filterkaffee und mache mir für eine einfache Tasse wahrscheinlich viel mehr Gedanken als ein vernünftiger Mensch. Meine Kaffeewaage mit Timer übernimmt das Wiegen und Stoppen, und eine völlig übertriebene Sammlung weiterer Kaffeeutensilien erledigt den Rest. Irgendwann habe ich mir dann auch Gedanken darüber gemacht, was zwischen zwei Tassen mit den Bohnen passiert.

Kaffeebohnen mögen weder Luft noch Wärme oder Licht besonders gern. Eine lichtundurchlässige, luftdichte Dose ist also eine ziemlich logische Lösung. Genau deshalb habe ich mir den luftdichten Kaffeebehälter von KC Kitchen & Co. gekauft.

Genauer gesagt habe ich gleich zwei gekauft.

KC Kitchen & Co. Kaffeebehälter auf der Küchenarbeitsplatte

Mehr als nur eine Blechdose

Auf den ersten Blick ist da nicht viel dran. Ein stabiler Metallbehälter mit Deckel. Er wirkt solide und gut verarbeitet und lässt sich einfach benutzen und reinigen. Das Interessante ist allerdings der Deckel.

Er bleibt nicht fest oben sitzen, sondern lässt sich mit sinkendem Bohnenstand tiefer in den Behälter schieben. Mit einem kleinen Hebel an der Seite löst man ihn, drückt ihn bis zu den Bohnen herunter und arretiert ihn wieder.

Dadurch wird mit den Bohnen auch der Luftraum darüber kleiner. Statt dass 50 Gramm Bohnen auf dem Boden eines fast leeren 250-Gramm-Behälters herumklappern, wandert der Deckel mit nach unten. Eine denkbar einfache Idee, aber sie ist sinnvoll.

Nahaufnahme des verstellbaren Deckels und seines Entriegelungsknopfs

Eine überraschend praktische Füllstandsanzeige

Ein weiterer Vorteil war mir beim Kauf gar nicht bewusst. Bei einem undurchsichtigen Metallbehälter sieht man normalerweise nicht, wie viel Kaffee noch drin ist, ohne ihn zu öffnen. Hier verrät die Position des Deckels erstaunlich gut, wie viel noch übrig ist.

Sitzt der Deckel noch weit oben, habe ich reichlich Bohnen. Verschwindet er immer tiefer im Behälter, weiß ich, dass der Vorrat zur Neige geht.

Das hat allerdings eine kleine Voraussetzung: Man muss den Deckel richtig benutzen und ihn jedes Mal bis zu den Bohnen hinunterdrücken, bevor man ihn verriegelt. Man kann ihn auch ganz oben lassen, aber damit macht man den Sinn des verstellbaren Deckels zunichte. Bei richtiger Nutzung ist die Anzeige ein praktischer Bonus ohne zusätzlichen Aufwand.

Bleibt der Kaffee damit wirklich frisch?

Das lässt sich schwer beziffern, ohne meine Küche in ein Labor zu verwandeln. Ich werde jedenfalls nicht so tun, als hätte ich eine kontrollierte wissenschaftliche Studie zur Oxidation von Kaffee durchgeführt.

Was ich sagen kann: Meine Bohnen bleiben frisch. Beim Öffnen riecht es wunderbar nach frischem Kaffee, fast wie bei einer neuen Packung, und ich habe nicht bemerkt, dass die Bohnen vor dem Aufbrauchen deutlich alt schmecken oder riechen.

Auch die Konstruktion ist logisch. Das undurchsichtige Metall hält Licht fern, während ich mit dem verstellbaren Deckel den Luftraum über den Bohnen beim Verbrauch möglichst klein halten kann. Komplizierter muss es nicht sein.

Geöffneter KC Kitchen & Co. Kaffeebehälter mit abgenommenem Deckel und Kaffeebohnen

Auch die Verpackung ist eine Erwähnung wert

Auf der Verpackung steht etwas eigenwilliges Englisch, darunter die Anweisung: „Don’t put it into dishwasher.“

Na gut. Mache ich nicht.

Außerdem wird gewarnt: „Please stay away from children as there is a risk of suffocation.“

Irgendwo steckt da ein ziemlich schwarzer Witz über erstickende Kinder drin, aber lassen wir das lieber.

Was die Pflege des Behälters angeht: Er lässt sich leicht reinigen, und mit keinem meiner beiden hatte ich dabei Probleme.

Ist das übertrieben?

Wahrscheinlich.

Am Ende ist es immer noch ein Metallbehälter für Kaffeebohnen. Man kann Kaffee auch einfach in der Originaltüte aufbewahren, und es gibt jede Menge günstigere Dosen, die das Licht fernhalten. Für das, was er im Grunde ist, finde ich den Behälter von KC Kitchen & Co. auch etwas zu teuer.

Und trotzdem mag ich ihn wirklich gern.

Der verstellbare Deckel ist keine Spielerei, die ich nach dem Kauf vergessen habe. Ich benutze ihn jedes Mal, wenn ich Bohnen entnehme. Er verkleinert den leeren Raum, zeigt mir sofort ungefähr den Füllstand, und das Ganze fühlt sich robust an und ist angenehm unkompliziert.

Ich habe die 1.000-ml-Version, die laut Hersteller für 250 Gramm Kaffeebohnen gedacht ist. Für meine üblichen Einkaufsmengen passt das gut. Es gibt aber auch andere Größen, falls man mehr oder weniger Kaffee aufbewahrt.

Mir gefiel die erste Dose so gut, dass ich eine zweite gekauft habe. Vielleicht ist das leicht deprimierend: Von meiner ganzen Kaffeeausrüstung begeistert mich ausgerechnet ein Metallbehälter für Bohnen so sehr.

Aber so ist es nun mal.

Fazit

Der luftdichte Kaffeebehälter von KC Kitchen & Co. ist für die Aufbewahrung von Bohnen vielleicht unnötig aufwendig. Und für das, was er ist, finde ich ihn tatsächlich ein bisschen teuer.

Andererseits gehört er zu diesen Produkten, bei denen die einfache Konstruktion wirklich funktioniert. Er schützt die Bohnen vor Licht, ich kann den Luftraum beim Leeren reduzieren, und der bewegliche Deckel zeigt mir nebenbei an, wann der Vorrat knapp wird.

Würde ich ihn noch einmal kaufen? Ja. Ich habe schon einen zweiten gekauft. Einen für zu Hause und einen fürs Büro.

Würde ich ihn empfehlen? Auf jeden Fall. Wer einen vernünftigen Behälter für Kaffeebohnen sucht, bekommt hier einen richtig guten. Dank der verschiedenen Größen lässt sich auch etwas Passendes für den eigenen Vorrat finden.

Für eine glorifizierte Blechdose ist das ungefähr die stärkste Empfehlung, die ich geben kann.

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